Das Projekt
Das Naturlabor Teltow entsteht auf landwirtschaftlichen Flächen in Teltow, Brandenburg — im Wasserschutzgebiet, eingebettet in eine Region mit langer Agrartradition. Hier verbinden wir moderne Agrivoltaik-Technologie mit lebendiger Bildung: Biologie zum Anfassen, für Schulklassen aus der ganzen Region.
Teltow — Tradition trifft Technologie
Teltow ist mehr als eine Brandenburger Kleinstadt. Die Region hat eine jahrhundertelange landwirtschaftliche Geschichte — geprägt durch die Teltower Rübchen, einst als „Preußische Delikatesse“ europaweit bekannt, und durch eine Kulturlandschaft, die Generationen von Menschen ernährt hat.
Das Naturlabor knüpft an dieses Erbe an — und bringt es in die Gegenwart: mit Agrivoltaik, Agroforst, Ouessant-Schafen und Bildungsformaten, die Schülerinnen und Schüler wirklich begeistern.
Agrivoltaik nach DIN SPEC 91434
Wir errichten eine Agrivoltaik-Anlage der Kategorie II nach DIN SPEC 91434: Solarmodule auf erhöhten Trägern, die Licht und Niederschlag für die darunter liegende Vegetation durchlassen. Die Anlage erzeugt Strom und dient gleichzeitig als Lehr- und Demonstrationsobjekt.
Schülerinnen und Schüler messen Ertragsdaten, vergleichen mit konventioneller Landwirtschaft und berechnen die Flächennutzungseffizienz — echte Daten, echte Wissenschaft.
Bodenbiologie und Sortenerhalt
Gesunder Boden ist die Grundlage jeder Landwirtschaft. Im Naturlabor wird Bodenbiologie direkt erlebbar: Schülerinnen und Schüler graben, beobachten, messen und säen. Im Mittelpunkt steht dabei die Teltower Rübche — eine historische Kultursorte, die wir aktiv erhalten und als pädagogisches Werkzeug einsetzen.
Ouessant-Schafe und Agroforst
Unter den PV-Modulen grasen Ouessant-Schafe — die kleinste Schafrasse Europas, robust und ideal für den Einsatz unter Solarpanelen. Sie ersetzen Mähmaschinen, düngen natürlich und sind für Schulklassen ein unvergessliches Erlebnis.
Obstgehölze, Hecken und Blühstreifen ergänzen die Fläche als Agroforststruktur — Lebensraum für Insekten und Vögel und Lehrgegenstand für ökologische Zusammenhänge.
Zeitplan
- 2026 — Vorgründungsphase, Förderantrag „Gründung innovativ“ (WFBB), erste Workshopkonzepte
- 2027 — Gründung, Aufbau der Anlage, erste Schulkooperationen, BNE-Zertifizierungsantrag
- Herbst 2027 — BNE-Zertifikat angestrebt